Übersicht Latte mit Schuss – Staffel 2

08.09.2022

Markus Stelzmann, Geschäftsführer bei TELE Haase Steuergeräte
New Work: Mitarbeiter befähigen – 10.10.2021, Folge 6

Neues Arbeiten, neudeutsch „New Work“, ist mehr als graue Theorie. Markus Stelzmann (*1965 in Karlsruhe), Geschäftsführer bei TELE Haase Steuergeräte, ging 2011 von Deutschland nach Wien, um in dem 1963 gegründeten Unternehmen alte Arbeitsstrukturen aufzubrechen. Heute sind hier die Mitarbeiter mitverantwortlich und bestimmen über die Firmengeschicke. Doch bis dahin war es bisweilen ein durchaus schmerzvoller Weg, wie Stelzmann im Gespräch mit Aleko Vangelis ganz offen berichtet.

„Zu ungeplant, zu unwissend“, nennt er die eigene Vorgehensweise im Rückblick. Die Mitarbeiter seien vollkommen überfordert mit den neuen Strukturen gewesen. Daraus leitet er jedoch sehr gute Handlungsempfehlungen ab. Denn die Führungskraft muss die Mitarbeiter befähigen, mit Verantwortung umgehen zu können, bevor sie ihnen Verantwortung überträgt. In diesem konkreten Fall ergriffen die Mitarbeiter selbst die Initiative und arbeiteten aus, wie ihre Eigenorganisation aussehen könnte. Dieses neue System – ohne Abteilungen, ohne klassische Chefs – mit einer sehr starken Prozessorientierung bringt Stelzmann dem Hörer sehr anschaulich nahe. Außerdem geht er darauf ein, wie zukunftsfähig das Unternehmen nun durch seine starke Variabilität und Anpassungsfähigkeit ist. Das hat nicht zuletzt die Corona-Pandemie unter Beweis gestellt.

New Work: Mitarbeiter befähigen mit Markus Stelzmann


Johannes Seemüller, Sportjournalist und Autor

Über Krisen und ihre Chancen – 31.10.2021, Folge 10

In dem Buch „Am Limit – Wie Sportstars Krisen meistern“ von Sportjournalist Johannes Seemüller stecken eine Menge wertvoller Erkenntnisse, die jeder Mensch auf seine Weise adaptieren kann. Im Mai 2021 hat er das Werk veröffentlicht hat und spricht nun mit Aleko Vangelis über die vielschichtigen Gespräche, die dort einfließen. Denn während man erfolgreiche Sportler zumeist jubelnd im Rampenlicht wahrnimmt, hat ihr Leben als Menschen, bei denen es immer um Höchstleistungen geht, oft auch andere Facetten.

So erzählen Olympiasieger, Weltmeister und Champions League-Sieger wie Gerald Asamoah, Matthias Behr, Karla Borger, Timo Hildebrand, Ottmar Hitzfeld, Clara Klug, Michael Köllner, Dominik Nerz, Elisabeth Seitz, Frank Stäbler und Kristina Vogel von ihrer Leidenschaft für den Sport und über die Schattenseiten wie Leistungsdruck, Schmerzen, Magersucht, Depressionen oder Ängste. Es geht um Krisen und die Chancen, die in ihnen liegen, um die Bedeutung von Werten und Haltung für eine Führungskraft. Darüber hinaus geht es um Achtsamkeit für sich selbst und für seine Mitarbeiter, um positive Regulative im eigenen Umfeld und um die Frage: Was tut mir als Mensch eigentlich gut?

Über Krisen und ihre Chancen


Petra und Peter Becker, „führen mit Herz“-Academy
Komplexität der Kommunikation – 28.11.2021, Folge 15

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ lautet ein berühmter Satz des Philosophen und Psychoanalytikers Paul Watzlawick. Und er hat recht. Auch wenn wir nicht sprechen, senden wir durch unsere Körperhaltung, unseren Gang, unseren Gesichtsausdruck etc. Signale aus und kommunizieren somit nonverbal. Andere Menschen interpretieren dies und beziehen diese Botschaften auf sich – möglicherweise völlig zu Unrecht.

Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Letzterer kann schon einmal zu Irritationen führen. Denn die Art, wie ich einen Inhalt aufnehme, hat mit mir selbst zu tun und damit, wie ich den anderen sehe. Spannend sind auch das Senden und Hören auf Appell. In einem Unternehmen kann ein solches Verhalten zur Konsequenz haben, dass ich als Führungskraft zwar als sehr hilfsbereit gelte, meine Mitarbeiter jedoch nicht in die Verantwortung bringe, Probleme selbst zu lösen und daran zu wachsen. Auch die Rolle der Selbstoffenbarung im Kontext der Kommunikation ist ein komplexer Bereich, der viel mit einem selbst und dem eigenen Wert zu tun hat. Außerdem spielen Ich- und Du-Botschaften eine zentrale Rolle. Vielschichtige Inhalte für eine spannende Podcast-Folge.

Komplexität der Kommunikation


Thomas Olaynig, Geschäftsführer und Chief Market Officer, Marsh Deutschland
Man denkt, was man tut, und nicht, was man sagt – 6.2.2022, Folge 22

„Man denkt, was man tut, und nicht, was man sagt“, betont Thomas Olaynig. Bereits im Alter von 38 Jahren wurde er bei Marsh Deutschland zum Geschäftsführer und Chief Market Officer. Bei dem weltweit agierenden Versicherungsmakler und Risikoberater lebt er Führung für rund 800 Mitarbeiter. Spannend ist, wie er wichtige Kommunikationsstrukturen in seinen Alltag mit den Mitarbeitern implementiert – und was das Handeln im Gegensatz zum gesprochenen Wort über die Motive einer Person aussagt. Gerade im Führungsalltag ist das ein sehr wichtiges Thema.

Zudem ist der richtige Umgang einer Führungspersönlichkeit mit dem Feedback der Mitarbeiter ein elementarer Schlüssel. Die Einbeziehung der Mitarbeiter beim Erarbeiten einer Unternehmenskultur thematisieren die beiden Gesprächspartner ebenso, wie zahlreiche Themen rund um die Selbstfürsorge einer Führungskraft. Denn es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, gut für sich zu sorgen, um anschließend auch gut für andere sorgen zu können – als Führungskraft, als Partner, als Elternteil, als Freund und in jeder anderen Rolle, die man im Leben einnimmt. Es geht um die richtige Balance, die Rolle von Urvertrauen und um die Bedeutung von Kraftquellen, wie z.B. Spiritualität, die einem einen Leitfaden fürs Leben liefern können.

Latte Macchiato mit Schuss – Gast: Thomas Olaynig


Sebastian Purps-Pardigol, Führungskräftecoach, Organisationsberater und Autor
Beziehungskulturen zwischen Menschen verbessern – 27.2.2022, Folge 26

„Die Verbesserung einer Unternehmenskultur hat ganz viel damit zu tun, dass sich Beziehungskulturen zwischen Menschen verbessern“, erklärt Sebastian Purps-Pardigol. Der Führungskräftecoach, Organisationsberater und Autor des Buchs „Führen mit Hirn“ spricht aus reichhaltiger Erfahrung. Wenn ich als Führungskraft einen Kulturwandel in meinem Unternehmen anstrebe, bin ich gut beraten, mit mir selbst zu beginnen – das dürfte vielen bekannt sein. Denn natürlich orientieren sich die Mitarbeiter an ihrem Vorgesetzten. Was er nicht vorlebt, werden sie schwerlich eigeninitiativ umsetzen.

Dass ein Kulturwandel allerdings auf keinen Fall von oberster Führungsebene vorangetrieben werden sollte, ist für den einen oder anderen hingegen durchaus überraschend. Der Schlüssel ist, möglichst viele Mitarbeiter unterschiedlicher Hierarchieebenen einzubeziehen. Dem liegt das menschliche Bedürfnis nach Mitgestaltung zugrunde, das Sebastian Purps-Pardigol im Dialog mit Aleko Vangelis neurowissenschaftlich erläutert. Neurobiologische Grundbedürfnisse erklären sehr eingängig die Triebfedern der Menschen, die in der Beziehungsebene verwurzelt sind. Sie handeln vom Thema Verbundenheit und beschreiben zudem, welchen Vorteil ein demütiger Vorgesetzter in seiner Art, zu führen, erlebt. Mitarbeiter einer demütigen Führungskraft sind loyaler, leisten mehr und entwickeln sich schneller. Was eine demütige Führungskraft auszeichnet, erfahrt ihr in unserem Podcast.

Latte Macchiato mit Schuss – Gast: Sebastian Purps-Pardigol


Rebecca Kazav, CSO Mustang Group

Spezialisten besser zuhören – 15.5.2022, Folge 34

„Ich weiß, dass ich in meiner Gesamtverantwortung kein Spezialist mehr sein kann, aber genau diesen Spezialisten besser zuhören muss, wenn ich eine gute Entscheidung treffen möchte“, sagt Rebecca Kazav, Chief Sales Officer (CSO) der MUSTANG Group. Seit Oktober 2017 verantwortet sie sämtliche Vertriebskanäle des eigenen Retail sowie den Wholesale des Unternehmens, in dem sie seit 2007 tätig ist. Im Dialog mit Aleko Vangelis gewährt Rebecca Kazav Einblicke in prägende Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend, die ihr heute im Führungsalltag extrem weiterhelfen.  Außerdem nimmt sie uns mit in die Führungskultur der MUSTANG Group, in der der Mensch und eine gute Beziehungskultur stark im Fokus stehen. In Sachen Kommunikation ist für sie nicht nur das Senden, sondern auch das Empfangen von Botschaften entscheidend. Gerade, wenn man es als Führungskraft als seine Aufgabe sieht, Menschen in ihre Berufung zu führen, damit ihnen und dem Unternehmen der maximale Nutzen zukommt. So hört sie einmal im Jahr zwei Tage lang den Store- und Outlet-Managern aller Districts aufmerksam bei ihren Ausführungen zu, was sie ändern würden, wenn die MUSTANG Group ihr eigenes Unternehmen wäre. Ebenfalls durch aufmerksames Zuhören kam es dazu, dass ein ambitionierter Store-Manager letztlich zum Retail-Director wurde. Eine absolut beispielhafte Art und Weise, mit Herz zu führen.

Latte Macchiato mit Schuss – Gast: Rebecca Kazav


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