Michael Köllner: Vertrauen schenken und Vertrauen erhalten

07.03.2021

Michael Köllner: Vertrauen schenken und Vertrauen erhalten


Oft werden sie in Führungskräfteveranstaltungen als Beispiele bemüht, die Parallelen zwischen Sport und Wirtschaft. Welche Rolle diese tatsächlich in der täglichen Arbeit eines Trainers mit seiner Mannschaft spielen, hat Aleko Vangelis mit Michael Köllner, aktuell Trainer des TSV 1860 München, ergründet. Das Ergebnis ist vielschichtig.

Denn der tägliche enge Umgang mit Spielern und Trainerstab, einer Vielzahl an Mitarbeitern, ist absolut intensiv und stellt hohe Ansprüche an die Führungsrollle eines Chef-Trainers. Köllner verrät, was in seinen Begegnungen mit den Menschen wichtig ist und wie es ihm gelingt, Spieler und Staff immer wieder aufs Neue mitzunehmen. Auch beschreibt er, in welchem Maße Werte im Miteinander, Transparenz und Kommunikation eine Rolle spielen.
Mit viel Leidenschaft und Authentizität nimmt der 51-Jährige den Hörer mit in seinen Alltag als Chef-Coach, der sich buchstäblich 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche mit Fußball beschäftigt. „Fußball ist meine Obsession“, betont er. Und für die holt er sich auch in seiner Freizeit jede Menge Inspiration. Man darf gespannt sein, in welchen Bereichen er Anregungen findet. Dass Beruf und Berufung bei ihm eng miteinander verknüpft sind, nimmt man ihm ab. Seine Mannschaft sei seine zweite Familie, sagt er. Daher hat er einen ganz besonderen Blick auf seine Spieler, den er mit uns teilt. Generell ist Michael Köllner stets bestrebt, Input zu erhalten, sich zu reflektieren und sich weiterzuentwickeln. So spricht er über Wissensdurst als persönliche Triebfeder, aber auch über die Rolle von Vertrauen – Vertrauen zu schenken, aber auch Vertrauen zu erhalten. Im Fußball erleben Spieler vor Publikum eine immense Drucksituation. Gerade wenn junge Sportler ihr Profi-Debüt feiern, geht das nicht nur mit dem Druck, den sie sich selbst machen einher, sondern auch mit einer hohen öffentlichen Erwartungshaltung.
Und auch im Fußball ist der Umgang mit dem Einzelnen nicht immer idealtypisch. Was Michael Köllner in einem solchen Fall dazu bewogen hat, seinen eigenen Standpunkt grundlegend zu ändern und wie das zum Erfolg seiner Mannschaft beigetragen hat, verrät er in Folge #021 des shipLeader-Podcasts.

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